WARUM ICH KEIN GLUTEN MEHR ESSE

Vielleicht klingt es für euch sonderbar, dass ich Gluten aus meiner Ernährung ausklammere, obwohl ich glutenhaltige Getreide augenscheinlich immer gut vertragen habe. Dennoch ist Getreide wie Weizen (auch Dinkel), Roggen oder Gerste ein No-Food für mich geworden. In diesem Artikel möchte ich euch beschreiben, weshalb ich diese Entscheidung bewusst getroffen habe.

Kleine Vorab -Info: Die Informationen aus diesem Artikel sind zumindest teilweise vom „Medical Medium“ Anthony William zusammengetragen, aber auch aus meinem über die Jahre angelesenen Gesundheitswissen. Diese Theorien überschneiden sich nicht immer mit den Ansichten der modernen Medizin und Ernährungslehre, oder stehen dem sogar entgegen. Jedoch wäre es nicht das erste Mal, dass die von Anthony William geteilten Informationen erst Jahre später durch die Wissenschaft untersucht und bestätigt werden (s. auch hier, eine Harvard Studie belegt Zusammenhänge des EBV-Virus zur Entstehung von Multipler Sklerose – Jahre nach dem Erscheinen der Erstausgabe von „Mediale Medizin“). Es könnte also durchaus sein, dass ihr hier Dinge lest, die seiner Zeit voraus sind und erst in einigen Jahren ihre allgemeine Anerkennung finden. Ich hoffe, ihr könnt dennoch „open minded“ an diesen Artikel herangehen und für euch vielleicht schon jetzt einen Mehrwert darin finden.

Was ist eigentlich Gluten

Gluten ist das Kleberweiweiß im Getreide. Jede Getreidesorte hat dabei unterschiedliche Proteinzusammensetzungen, also ein etwas unterschiedliches Gluten. Im Weizen ist es z.B. Gliadin und Glutenin, in der Gerste das Hordein und beim Roggen das Secalin. Interessant finde ich, dass Anthony William den als glutenfrei geltenden Buchweizen nicht empfiehlt, da er einen Stoff mit glutenähnlicher Zusammensetzung enthalten würde. Dies erklärt zumindest, weshalb sehr viele Zöliakie-Betroffene tatsächlich auch keinen Buchweizen vertragen.

Warum Gluten so beliebt ist

Während einige es freiwillig meiden, kommt es bei Anderen bergeweise auf den Teller. Als VeganerIn wirst du sicherlich Seitan kennen: Das ist pures Gluten! Und es ist beliebt, sehr beliebt sogar. Gluten wird in Verbindung mit Wasser dehnbar und bleibt dennoch zäh. Es erhält (so wie im Falle von Seitan) eine fleischähnliche Textur und ist deshalb mit Gewürzen versetzt und in Fett gebraten, eine beliebter Ersatz für Burger, Chunks und Steaks.

Außerdem ist Gluten Geschmacksgeber und sorgt für eine Teigverbesserung bei Broten. So ziemlich alle modernen Gebäcke sind nur durch Gluten als Form- und Geschmacksgeber authentisch hinzubekommen – die glutenfreie Variante würdet ihr wahrscheinlich immer herausschmecken bzw. ihr ansehen dass sie glutenfrei ist. Für mich ist das kein Problem, und ich experimentiere derzeit mit vielen interessanten Ideen. Ja, es macht mir sogar Spaß glutenfreie, vegane und cleane Rezepte zu entwickeln!

Gluten bekommt sehr Vielen nicht

Ungefähr einer von Hundert leidet an einer echten Glutenallergie (Zöliakie), bei der also schon bei kleinsten Mengen von Gluten Symptome auftreten können: z.B. bilden sich Quaddeln oder Pickel, Erbrechen und Durchfälle treten auf, sowie möglicherweise Atemnot und Herzrasen.

Aber es muss nicht gleich eine Zöliakie sein. Streptokokken lieben Weizen (und Milchprodukte). Wenn ihr ihnen ein reichhaltiges Milch und Brot -Buffet darlegt, kann es zu einem Aknebefall der Haut kommen (Dazu müssen aber noch einige andere Dinge zusammenkommen. Jeder Mensch beherbergt schließlich Stämme von Streps, aber nicht jeder Mensch der Gluten bevorzugt, bekommt Akne).

Wenn glutenhaltiges Getreide (idealerweise aber auch Eier, Soja, Mais und Milchprodukte) gemieden werden, berichten viele Neuroderitis und Psoriasis Patienten zumindest von einem Nachlassen der Problematiken.

Und habt ihr jemals erfahren, weshalb so viele Menschen generell eher empfindlich auf Gluten reagieren? Gluten füttert Krankheitserreger, die dann aufblühen, Entzündungen schüren und uns auf vielerlei weitere Arten piesacken. Gluten nährt pathogene Keime, die sich dann immer tiefer in den Organen niederlassen, dort für Zellschäden verantwortlich sein können, sowie die Entstehung von Autoimmunkrankheiten und andere chronische Leiden anfachen.

So verhält es sich auch mit einem Ekzem, was seit einiger Zeit immer wieder an meiner rechten Hand aufflackert. Ekzeme sind ja nichts anderes als Bezeichnungen für etwas tiefergehendes, wofür mein Hautarzt keine wirkliche Erklärung hat. Wenn er es als Ekzem bezeichnet, klingt es zumindest nach einer Diagnose, und es scheint so als ob er damit wüsste warum ich diese juckende Rötung habe.

Vielleicht wäre er amüsiert, vielleicht aber auch beeindruckt, wenn ich ihm erzählen würde, dass Anthony William dahinter das Epstein-Barr-Virus (EBV) werkeln sieht. EBV, der (vereinfacht ausgedrückt) giftige Stoffwechselprodukte wie Dermatoxine absondert, welche an der Hautoberfläche die unschönen Stellen verursachen. Ich kann dieses Ekzem einfach so hinnehmen, und regelmäßig eine Salbe auftragen. Oder ich ziehe die Möglichkeit in betracht, dass Anthony der ratlosen Ärzteschaft einen Hinweis mitgegeben hat, der in einigen Jahren wissenschaftlich bestätigt wird: EBV sitzt auch ohne eine aktive Infektion (Mononukleose) noch immer in menschlichen Körpern und treibt dort sein Unwesen. Und obwohl Viren biologisch gesehen keine Lebewesen sind, so profitieren sie doch von der Anwesenheit bestimmter Stoffe wie z.B. Gluten im Körper, und können sich dadurch besser vermehren.

Viren mögen Weizen

Viren gehören zu den größten medizinischen Herausforderungen unserer Zeit, zweifelsfrei. EBV betrifft uns alle, denn jeder Mensch hat einen oder mehrere der mittlerweile 60 Unterarten. Wie angriffslustig sie sind, ist abhängig von weiteren Faktoren, auf die ich hier aus Gründen der Übersichtlichkeit nicht weiter eingehen kann. Und nicht alle sind gleich hungrig auf Gluten. Daher vertragen einige Menschen Gluten recht gut, oder sie nehmen die Belastungen nicht als störend wahr. Für viele ist es ja irgendwie „normal“, sich unwohl zu fühlen.

Pathogene lieber aushungern lassen

Ich esse tatsächlich keinen Weizen und kein anderes glutenhaltiges Getreide, weil ich weiß, dass ich sonst EBV und anderen Viren eine gemütliche Stube bereiten würde. Das ist der Hauptgrund. Doch leider ist Gluten nicht das einzige, was Viren gerne schnabulieren, und so ist das Vermeiden von Gluten nur eine von vielen Unterpunkten der antiviralen Strategie, auf die ich setze. Zudem bleiben Reste von Gluten mind. 90 Tage in der Leber (wo sich auch EBV aufhalten kann) . Um Ergebnisse beurteilen zu können, bringt ein kurzzeitiger Verzicht also gar nicht viel.

Daher ist es grundsätzlich ratsam, sich antiviral zu ernähren und virenfördernde Nahrungsmittel zu meiden, denn es gibt ja (wie wir seit 2020 wohl alle erfahren mussten) auch noch etliche andere gemeine Viren. Auf diesem Blog findest du jedenfalls Inspirationen dazu 😉

Es gibt bessere Lebensmittel als Brot

Ich erinnere mich noch gut an meine Dozentin in der Gesundheitsakademie, die zu einer abwechslungsreichen und vollwertigen Ernährung tatsächlich etwa 6 Scheiben Bio-Vollkornbrot pro Tag empfahl. Alternativ andere Getreidegerichte, hauptsache das Getreide nicht weglassen! Das kam mir da schon überzogen vor, und heute ist es für mich sonnenklar: Kein Mensch sollte so viel Brot essen. Zum einen ist Brot ziemlich salzig, 6-8g Salz stecken durchschnittlich in einem 500g Brot. Ich habe auch schon von ca. 1g pro Scheiben gelesen, das kommt aber auch auf den Bäcker und die Brotsorte an. Brot enthält außerdem keine unersetzlichen essentiellen Nährstoffe, die in Gemüse und Obst nicht vorkämen. Schlimmer noch: Es nimmt den Platz für echte, heilsame Nahrungsmittel im Magen weg. Obst, Gemüse, Wildkräuter, roher Bio Honig und Tees aus Heilpflanzen sind Heilnahrung und brauchen ein bisschen Volumen im Bauch ;). Brot auch, und das konkurriert leider. Die Scheibe Gurke auf dem Brot macht es auch nicht mehr wett.

Nichts für die schlanke Linie

Außerdem sind Brot, Nudeln und andere Getreideprodukte für Menschen mit Gewichtsproblemen eine Bürde. In der Regel werden sie mit fetthaltigen Aufstrichen, Aufschnitten oder Saucen serviert, und den meisten Menschen schmeckt das zu gut. Sie essen dann nicht nur eine kleine Scheibe oder teilen sich den Teller 50/50 mit Gemüse, sondern übertreiben es regelrecht. Als ich noch glutenhaltige Getreide gegessen habe, hatte ich tatsächlich (auch als Veganerin) arge Probleme mein Gewicht zu halten.

Gesunde Alternativen sind die Rettung

Wenn ich Lust auf Brot habe, stürze ich mich lieber auf mein glutenfreies Mohnbrot. Das ist zwar auch keine Heilnahrung im engeren Sinne, aber immerhin füttert es keine Pathogene Viren im Körper. Wer wie ich mit Brot groß geworden ist, freut sich vielleicht ja doch ab und zu über ein Scheibchen Brot – aber glaubt mir, es gibt für ALLES eine gesündere Alternative!

Glutenfrei wird zu Unrecht als Mangelernährung bezeichnet

Gesunden Menschen, die nicht an einer diagnostizierten Zöliakie leiden, wird grundsätzlich von einer glutenfreien Ernährung abgeraten. Die Begründung erscheint eher undifferenziert: Glutenfreie Fertigprodukte können Mangelerscheinungen hervorrufen, und Getreide enthalten wichtige B-Vitamine und Mineralstoffe. Der Körper braucht per se nicht das Gluten, wohl aber das restliche Brot „drumherum“.

Doch wenn ich von einer glutenfreien Ernährung spreche, dann spreche ich von einer vollwertigen glutenfreien Ernährung. Ich empfehle wirklich ausdrücklich, glutenfreie Brote, Kuchen und Kese vollwertig und gesund selber zu backen, und keine Fertigprodukte zu verwenden. Und wenn es gekaufte Back- oder Teigwaren sind, dann sollte natürlich erst Recht Wert auf qualitativ hochwertige, vollwertige Zutaten gelegt werden. Das empfehle ich grundsätzlich, egal welcher Ernährungsform ihr nachgeht. Im Absatz oben ist ja auch die Rede von einem vollwertigen glutenhaltigen Brot. Verglichen wird es mit einem glutenfreien minderwertigen Fertigprodukt. Ist dieser Vergleich fair? Drehen wir den Spieß doch mal um: Ein glutenfreies Vollkornbrot (aus glutenfreiem Hafer, vielleicht noch mit Goldhirse gemischt) ist definitiv nährstoffreicher als ein glutenhaltiges Weißbrot. Hier wurden also Äpfel mit Birnen verglichen, mit dem Vorsatz, glutenfreie Kost schlecht zu reden.

Diese glutenfreien Getreide und Mehle nutze ich stattdessen

  • glutenfreie Haferflocken und glutenfreies Hafermehl (mein Favorit!)
  • (Gold-)Hirse und Hirsemehl, sehr selten auch Teff (Zwerghirse) und Braunhirse
  • Quinoa
  • Amaranth (selten)
  • Kastanienmehl (auch eher selten)
  • Mandelmehl
  • Kichererbsenmehl
  • Tapiokamehl und Kartoffelmehl (für die Konsistenz beim Backen)
  • Leinmehl und Chiamehl (zum binden)

Recommended Articles

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner